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Die Gaststätte "Forstbaumschule" entstand aus der königlich-dänischen Forstlehranstalt. Das heutige Hauptgebäude war das Forstaufseherhäuschen. Nach dem Umbau in ein Ausflugslokal im Stil eines schleswig - holsteinischen Bauernhauses erhielt es im Wesentlichen sein jetziges Aussehen. |
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Forstbaumschule
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1785
Gründung der königlich-dänischen Forstlehranstalt Kiel auf Initiative des dänischen Staatsministers C. D. F. Reventlow durch einen Erlaß vom 1. August 1785. Auf dem Kieler Schloß wird unter dem Kommando des Oberleutnants von Binzer ein Jägerkorps stationiert. Die Jäger erhalten neben einer militärischen Ausbildung Unterricht in den Fächern Mathematik, Forsttheorie, Zeichnen, Geometrie und Deutsch. Leiter dieser Lehranstalt wird Johann Christian August Niemann.
1788 -1832
In einer neu angelegten Lehrbaumschule sollen die Forsteleven unter strenger Anleitung den Betrieb einer Baumschule durch praktische Arbeit erlernen. "Zur Beförderung der Verbreitung nutzbarer Holzpflanzen in den Forsten des Landes" wird das Pflanzenmaterial aus der eigenen Samen- und Pflanzschule an königliche Waldgehege weitergegeben. Die stetig steigende Zahl ausländischer (insbesondere: nordamerikanische) Gehölzarten im Forst forciert 1810 eine Verdoppelung der Fläche. Zur Anlage gehört nun ein bescheidenes Forstaufseherhäuschen.
1832 - 1873
Mit dem Tod Niemanns wird die Lehranstalt aufgegeben. Weiterführung des Betriebes als öffentliche Handelsbaumschule in dänischem Besitz.
1867 - 1873
Mit der Eingliederung der Herzogtümer fällt das Gelände an die preußische Staatsforstverwaltung. Nach dem Verkauf eines Großteils der Pflanzenbestände verfällt die Baumschule.
1874 - 1898
1874 Wird das Gelände an die Stadt Kiel verkauft. Während mehrere Pächter am Aufbau der Baumschule scheitern, etabliert sich in dem Forstaufseherhäuschen eine kleine Gastronomie für Ausflügler.
1898 - 1900
Die Stadt Kiel beschließt die Umwandlung des Areals zur öffentlichen Grünanlage. Der Park wird 1900 der Öffentlichkeit übergeben.
1900 - 1903
1903 wird ein Wettbewerb veranstaltet, der sich der architektonischen Gestaltung eines neuen Wirtschaftsetablissements widmet, welches das "bereits in die Jahre gekommene" Forstaufseherhäuschen ersetzen soll. Der Restaurationsbetrieb soll vor allem dem weniger betuchten Teil der Kieler Bevölkerung zur Verfügung stehen.
1904 - 1905
Die Ausführung des Neubaus "im Stil eines schleswig - holsteinischen Bauernhauses" dauert knapp zwei Jahre. Anfang September 1905 wird die Wirtschaft Forstbaumschule eröffnet.
1906
1906 wird ein Gartenbuffet zur verbesserten Versorgung der Gäste angebaut.
1910 - 1911
Es werden die Veranden verglast, um den Gästen bei frischer Luft hohen Komfort zukommen zu lassen.
1957
Der Park erreicht mit 12,5 ha seine heutige Ausdehnung. Ein Anliegergelände im Südosten des Parks fällt durch Schenkung an die Stadt. Hier werden eine große Liegewiese und ein Teich in die Parklandschaft angelegt. Die Familie Schneider bewirtschaftet die Forstbaumschule über 70 Jahre lang. Unter ihr entsteht eine feste Verglasung der Terrassen und eine feste Konzertmuschel. Modenschauen, Maskenbälle, Gartenkonzerte mit Großkapellen und zahlreiche Tanzvergnügen bescherten in den 50-er Jahren große Besucherscharen. Der Besucherstrom ebbte mit dem Aufkommen der Diskotheken in den 70-er Jahren allerdings deutlich ab. Die Forstbaumschule steht nur noch für geschlossene Gesellschaften zur Verfügung.
1984
Der jetzige Pächter nahm den öffentlichen Gastronomiebetrieb wieder auf.
Heute ist die Forstbaumschule ein beliebtes Gartenlokal, das neben open air-Veranstaltungen auch für sein qualitativ hochwertiges Catering bekannt ist. Auf Grund der weitläufigen Parkanlagen ist die Forstbaumschule besonders bei Familien beliebt.
[Quelle: Die Forstbaumschule)







